Der Anfang einer komplexen Revitalisierung des Gebietes, betroffen durch die Bergbautätigkeit des Staatsbetriebes Palivový kombinát Ústí, s. p. ist zum Jahre 1991 datiert. Die Rekultivierungsarbeiten zielen zur Bildung einer harmonischen Kulturlandschaft, nah zur Landschaft vor dem Beginn der Kohlenförderung, mit dem Anteil an landwirtschaftliche, hydrische und forstliche Rekultivierung. Durch ihren Umfang und Fläche gehören die Rekultivierungen auf diesem Gebiet zu den größten in der Tschechischen Republik. Die Hauptdominante des ganzen Gebietes wurde die Wasserfläche des neu entstandenen Wasserbeckens – der See Milada (unter der Arbeitsbezeichnung als See Chabařovice).
Im Jahre 2009 wurden im Rahmen einer botanischen Grundforschung auf dem festgelegten Gebiet der Lokalität in der Umgebung des Sees Milada das Vorkommen von insgesamt 216 Pflanzenarten festgestellt. Laut der sog. Roten und Schwarzen Liste der Gefäßpflanzen der ČR ist auf dem Gebiet des Sees Milada der Verkannte Wasserschlauch (Utricularia australis) und der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) vorhanden.
Die bisherigen, aus der Forschung des Zustandes und der Dynamik des Waldbestandes auf der gewählten rekultivierten Flächen, erhaltenen Erkenntnisse bestätigen die Möglichkeit der Rekultivierung forstlicher Ökosysteme als eines bedeutenden stabilisierten Bestandteiles der harmonischen Kulturlandschaft. Die gegenwärtigen Bestände auf den rekultivierten Flächen können wir in drei Kategorien teilen:
Ein interessantes Biotop stellen aus dem Gesichtspunkt der Mykologie die rekultivierten Halden dar. Außer des Gemeinen Birkenpilzes, des Gold-Röhrlings oder Ritterlings kann man hier auch den Gelben Spatelpilz finden, welcher in der Region Ústí nad Labem überhaupt zum ersten Mal gefunden wurde.
Die Forschung der neu entstandenen Standorte auf dem Gebiet des ehemaligen Tagebauwerkes Chabařovice erwies das Vorkommen von 16 Arten der Wasserweichtiere (12 Schneckenarten, 4 Muschelarten), u. a. die schwindenden Arten die Quellblasenschnecke (Physa fontinalis) und die Federkiemenschnecke (Valvata piscinalis).
Im Vergleich der Vielfältigkeit der Malakofauna mit dem Zustand vor dem Beginn der Förderung ist die gegenwärtige Zahl der Arten laut den zugänglichen Angaben ausdrücklich höher. Die höhere Vielfältigkeit ist vor allem durch die Entstehung von zwei größeren Becken gegeben – des ausgedehnten Beckens (der See) Milada auf der Sohle des gefluteten Tagebaus und des über ihm errichteten gegeneutrophen Beckens. Durch die Kohlenförderung und die nachfolgende Rekultivierung kam es zur ausdrücklichen Veränderungen des ganzen Gebietes, welche sich auch in die Verwandlung der Wassermalakofauna widerspiegelte. Es kam zur Änderung nicht nur in der Artenzahl aber auch in der Zusammensetzung der Malakofauna
Sie gehören zur gattungsmäßig zahlreichen Gruppen der Gliedertiere (in der ČR sind bisher über 850 Gattungen bekannt). Im Verlauf der Forschung der zuständigen Lokalität wurden 61 Arten von Spinnen festgestellt, darunter auch solcher, welche schon für seltsame betrachtet sind. Aus den Sumpfarten gehören zu den selteneren Funden insbesondere die Zwergradnetzspinne (Theridiosoma gemmosum) und die Baldachinspinne (Gongylidiellum murcidum).
Im Verlauf des zehnjahrelangen Zeitraumes des Anfüllens des Milada Sees kam es zum gerichteten Erstellen einer Fischgemeinschaft, wo fünf Fischarten dominieren – der Flussbarsch (Perca fluviatilis), der Hecht(Esox lucius), der Flusswels (Silurus glanis), die Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus), das Rotauge (Rutilus rutilus), ergänzt um weitere acht Fischarten. Das Management der Fischereiwirtschaft ist auf die Erhaltung einer hohen Wasserqualität im See Milada orientiert. Der Milada See mit seiner typologisch treuen Hecht-Barsch Fischhälterung wird eine musterungsmäßig Referenzlokalität für das Vergleichen und Bewerten des ökologischen Zustandes bzw. des Potentials von künstlich geschaffenen Wasserobjekte, welches durch die Rahmenrichtlinie für Wasserpolitik der EU erfordert ist.
Zurzeit sind in der Zusammenarbeit mit Fachleuten im Bereich des Naturschutzes in der Seeumgebung attraktive Biotope geplant und ebenso auch errichtet, welche die Diversität der Amphibien, Kriechtiere und Vögeln beeinflussen.
In der Seeumgebung wurde das Vorkommen erwiesen:
Seit dem Anfang der Beobachtung wurde in der Umgebung des Milada Sees 190 Vogelarten wahrgenommen:
Zu den fast ganzjährig beobachteten Arten gehört der Graureiher (Ardea cinere), zu den dominanten Arten der Haubentaucher(Podiceps cristatus).
Zu den am häufigsten vertretenen Arte gehören:
Die Säugetiere sind, im Hinblick auf das schrittweise entstehende Angebot attraktiver Biotope im Gebiet des Milada Sees, reichlich vertreten. Bisher wurden auf dem Gebiet 38 Säugetierarten nachgewiesen, u.a.:
Das Seegebiet dient ebenso auch als Jagdrevier.
Eine Kompromissfindung zwischen Anforderungen der Gesellschaft und von Menschen einerseits und der Anforderungen anderer „Naturbewohner“ andererseits ist keine leichte Aufgabe. Der Sanierungs- und Rekultivierungszweck des ehemaligen Tagebaus Chabařovice und seines folgenden Revitalisierung ist nicht nur das Errichten eines bedeutenden Erholungshinterlandes für herumliegenden Städte und Dörfer, aber auch eines Ortes für die Erkennung der Naturschönheiten und ästhetischen Werten der neu entstehenden Landschaft.
Aus den Forschungen auf dem Gebiet des Milada Sees ergibt sich eindeutig, dass es im Bereich von Flora und Fauna dem Staatbetrieb Palivový kombinát Ústí, s. p. gelingt die günstigsten Ergebnisse zu erreichen. Man kann voraussetzen, dass es mit der fortschreitenden Sukzession und der Gebietsstabilisierung die biologische Diversität im Rahmen der Mikro- sowohl auch Makroregion weiterhin zunehmen wird.
Ordne den Baum zu seinem Blatt.
1) die Gemeine Esche (Fraxinus excelsior)
2) die Hänge-Birke (Betula pendula)
3) der Bergahorn (Acer pseudoplatanus)
4) die Stieleiche (Quercus robur)
Richtige Antworten: 1) b, 2) c, 3) a, 4) d